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| Anbaugebiete
| Ernte
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Zur Geschichte |
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Der Legende nach entstand dass Marzipan aufgrund einer Nahrungsmittelknappheit
im 11. Jahrhundert in Toledo (Spanien). Einige Nonnen sammelten dort die
Mandeln ihrer Bäume und stellten unter Zugabe von Zucker daraus eine
Paste her, die sie an Brot erinnern sollte.
Ähnlich sollte es den Bürgern Lübecks gegangen sein, denen
während einer Hungersnot nur Mandeln, Zucker und Rosenwasser zur Verfügung
standen. Aus diesen Zutaten fertigte ein Geselle das wohl erste "Marzipanbrot". |
Andere Quellen wiederum besagen, dass eine Paste aus Mandeln,
Honig, Rosenwasser und Kardamom schon in der Antike im Orient bekannt war.
Das "Marzipan" soll aus dem arabischen "Maulhaban" (sitzender
König) stammen.
Es wurde ein kleiner, flacher Kuchen aus diesen Zutaten gefertigt, mit einem
Aufdruck des Bildnisses eines sitzenden Königs. Durch die Kreuzzüge
kam der "sitzende König" erst nach Italien und von dort aus
auch in weitere Teile Europas. |
Das erste "italienische" Marzipan wurde in sogenannten
"Massapana-Schachteln" verpackt.
Nach kurzer Zeit wurde der Name der Verpackung auf den Inhalt angewandt.
Aus dem Wort "Massapana" entstand dann das italienische Wort "Marzapane".
Erst im 15. Jahrhundert wurde das Marzipan in Europa bekannt und durfte
nur von Apothekern in kleinen Mengen hergestellt werden, da dem Marzipan
eine Heilwirkung zugeschrieben war (gegen Blähungen, Verstopfung und
Koliken). |
In der Mitte des 16. Jahrhunderts vollzog sich der Übergang des Marzipans
vom teuren Medikament zur einzigartigen Süssspeise. Dem "gemeinem"
Volke wurde durch den Adel der Erwerb oder der Konsum dieser Kostbarkeit
verwehrt.
Erst zum Ende des 18. Jahrhunderts wurde es durch die Gewinnung des Rübenzuckers
möglich, Marzipan zu bezahlbaren Preisen zu erwerben.
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| Anbaugebiete |
Ursprüngliches Anbaugebiet war Vorder- und Zentralasien.
Die heutigen Hauptanbaugebiete für Mandeln sind Kalifornien und Spanien,
wobei Kalifornien mit Abstand den größten Teil des Welternteertrages
liefert.
Kalifornien: 300.000 t, Spanien: 55.000 t. Die Erträge können
witterungsbedingt bis zu 20 % schwanken. Darüber hinaus finden sich
Kulturen in Portugal, Marokko, Griechenland, Türkei und Iran.
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Ernte |
Erntezeit ist in der Regel von August bis Anfang
Oktober. In den Hauptanbaugebieten erfolgt die Ernte weitestgehend maschinell.
Spezielle Erntemaschinen schütteln die Mandeln von den Bäumen,
welche anschliessend maschinell vom Boden aufgelesen werden. Danach wird
umgehend die grüne Schale entfernt. Dies verhindert die Bildung von
Aflatoxinen (Schimmelbildung). Anschließend werden die Mandeln mit
der inneren Steinschale getrocknet. In der Regel erfolgt der Vertrieb ohne
diese innere Steinschale.
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| Handelsformen |
In allen kalifornischen Anbaugebieten werden ausschließlich
süsse Mandeln angeboten. Sie sind in der Regel sortenrein. Zu den bekanntesten
Mandelsorten gehören Nonpareil Variety, California Variety, Neplus und Carmel Variety. Die europäischen Mandelbäume
tragen in der Regel sowohl süsse, wie auch bittere Mandeln. Aufgrund
des Blausäureanteils der bitteren Mandeln dürfen diese höchsten
mit einem Anteil von 5% in den Handel. Der natürliche Anteil beträgt
bei der Ernte ca. 2-3%.
Bittere Mandeln sind für die Entwicklung des Geschmackes von Marzipan
jedoch unerlässlich. |
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